TV 4: Transfer durch Transfer-Training

TV 4: Transfer durch Transfer-Training

Transferprozesse aus der Wissenschaft in die Anwendung bei Unternehmen unterliegen hohen Risiken und wurden bislang selten systematisch untersucht. Bei der Umsetzung einer hochschulweiten Innovationstransferstrategie mit breiter und interdisziplinärer Projektteambeteiligung kommt es zusätzlich zu der Herausforderung, dass die für die Umsetzung der Transferprojekte unterschiedlichen Akteure verschieden qualifiziert sind. Diese unterscheiden sich sowohl in Hinblick auf wettbewerbsbezogene und strategische Kompetenzen, als auch in Hinblick auf betriebswirtschaftliche Prozessexpertise. Um diese Defizite zu beheben, gelangen oft individuelle Coachings oder kurze Seminare zur Anwendung. Da jedoch die adressierten Defizitbereiche regelmäßig eine hohe Komplexität aufweisen, reichen die genannten Maßnahmen zum Schließen der Wissenslücken und unterschiedlichen Qualifikationen bei weitem nicht aus. In Folge dessen können in der Praxis falsch geplante Projekte, unpassende strategische Positionierungen, falsch verstandene Märkte oder Wettbewerb sowie gravierende betriebswirtschaftliche Fehler beobachtet werden. Derartige defizitäre Innovationstransfer-Projekte haben somit auch in empirischer Evidenz häufig nur geringe Chancen auf eine ausreichende Anschubfinanzierung und damit nur geringe Überlebensraten.

Durch das Teilvorhaben „Transfer durch Transfer-Training“ werden die zentralen Probleme zum Thema Theorie und Praxis von Technologietransfer-Projekten ermittelt und analysiert. Es werden systematische Konzepte zu deren Lösung entwickelt, erprobt und in ein Konzept umgesetzt. Getragen wird dieses Konzept durch das geplante „Anhalt Institute of Technology Transfer (AIT 2 )“. Es wird nach der Konzept- und Erprobungsphase in den unabhängigen Betrieb entlassen und vom Projektteam dann weiter wissenschaftlich beraten.

Ziele des Teilvorhabens:

  1. Systematisierung und Standardisierung von Wissen zu Transferprozessen
  2. Qualitätssicherung und Qualifizierung von Teams zur Umsetzung von Innovationstransfer
  3. Teamintegration regional bis international
  4. Anerkennung als kultureller Gravitationspunkt für Innovationstransfer-Interessierte