Strukturelle Maßnahmen

 Strukturelle Maßnahmen

Die strukturellen Elemente der Strategie „Kooperative Forschung und Entwicklung“ bieten bereits geschlossenen Hochschul-Kooperationen im Rahmen der Forschungsarbeit oder Existenzgründungen fachübergreifenden Service, Raum und Training an. Die Beherrschung schwieriger IT-Themen (Big Data, Clouds) soll demonstriert und damit dem Transfer zugrunde gelegt werden.

Strukturelle Elemente der Transferstrategie

Kooperations- und Transferzentrum Anhalt (KTA)

Die Projektteams von Kooperationsprojekten können die Infrastruktur im neuen Kooperations- und Technologiezentrum (KTA) nutzen, um Räume, Geräte, Medien und Services für effektive und effiziente Zusammenarbeit zur Verfügung zu haben. Das KTA wird einen Teil des bestehenden Gebäudes des „Transferzentrum Köthen“ (TZK) nutzen.

  • Technologiezentrum Köthen

    „Co-Working Space“ im KTA und in der Cloud: Fehlende Kapazitäten oder Infrastruktur bei Kooperationspartnern (KMU oder Arbeitsgruppen der Hochschule) sollen eine Umsetzung von Projektvorhaben nicht verhindern. Daher können temporäre Büros oder Labore vermittelt oder zur Verfügung gestellt werden. Dadurch wird auch der persönliche Kontakt zu den Projektpartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort gestärkt.

  • Transfer durch Service zu Querschnittstechnologien: Da die steigenden Datenmengen aus umfangreichen Analysen in den Hochschullabors, Multiparameter-Screening-Prozessen und Geoinformatikprojekten mit digitaler Bildverarbeitung eine immer leistungsfähigere Serverinfrastruktur, hohe Rechenleistung und hinreichend Fachpersonal erfordern, sind der Aufbau und der Betrieb des zentralen wissenschaftlichen Rechenzentrums „Big Data and Cloud“ geplant. Dort sollen Projekte unterstützt werden, die im Rahmen der Digitalisierung eine große Menge an Daten oder Echtzeit-Daten zu verarbeiten haben. 111111111111111111111111111111111
  • Transfer über Außenstellen von Multiplikator-Partnern: Als weitere Neuerung ist im KTA die Ansiedlung von Außenstellen strategischer Partner aus der Forschung, der Wirtschaft und von Verbänden geplant, die dauerhaft mit der Hochschule zusammenarbeiten und als Multiplikatoren die Dissemination der Ergebnisse unterstützen können und wollen. Sie werden eigenes Personal in das KTA entsenden und eng mit der Hochschule und den regionalen Partnern zusammenarbeiten. Zunächst wird eine Außenstelle des Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Form eines gemeinsamen Wirkstoff-Screening-Labors geschaffen werden.

Anhalt Institute of Technology Transfer (AIT2)

Bisher trennen Hochschulen die curriculare betriebswirtschaftliche Wissensvermittlung zu Innovationstransfers von deren Realisierung, welche zumeist von Gründer- und Transferzentren aus betreut wird. Im Teilvorhaben 4 wird eine Kombination aus betriebswirtschaftlicher Ausbildung zu Technologietransfer und Existenzgründung und ihrer parallelen Realisierung in einem Transferprojekt oder einem Ausgründungsprojekt als benoteter Teil des Studiums entwickelt und zu einem integrativen Wissenskonzept zu Innovationstransfers, dem „Anhalt Institute of Technology Transfer (AIT²)”, umgesetzt. Eine solche Kombination aus Wissensvermittlung und paralleler Verwirklichung ist bisher in Sachsen-Anhalt noch nicht realisiert worden; sie kann sowohl die Anzahl als auch die Qualität von Transferprojekten deutlich erhöhen. Ebenso wird durch diese Maßnahmen die Eingangshürde zur Durchführung von Technologietransferprojekten gesenkt und Existenzgründungen in ihrer Begleitung angeregt. Die Hochschule Anhalt ist mit einer Professur für Entrepreneurship für die Entwicklung dieses neuen Ausbildungskonzepts für Innovations- und Transfermanagement besonders qualifiziert.