Algen Tagung stellte Standortqualitäten heraus

Algen Tagung stellte Standortqualitäten heraus

Wenn es um Lösungen globaler Probleme wie Klimawandel, Welternährung oder dem Umgang mit knapper werdenden fossilen Rohstoffen geht, setzen immer mehr Experten auf Mikroalgen als nachhaltige Rohstoffquelle für eine biobasierte Wirtschaft.
In der Metropolregion Mitteldeutschland entwickelt sich die Hochschule Anhalt in Köthen zunehmend zum Zentrum der Algenbiotechnologie und bestimmt die Entwicklung des Themas in Deutschland mit. Das ist das Ergebnis einer Tagung, die circa 110 Fachleute aus der gesamten Bundesrepublik nach Köthen zog, um Stand und Perspektiven der Algenbiotechnologie zu erörtern.
Initiatorin Prof. Dr. Carola Griehl, Leiterin des Bereiches Algenbiotechnologie verwies eingangs auf die rasante Entwicklung des Bereiches an der Hochschule Anhalt in den letzten 15 Jahren. „Hier wird heute angewandte Forschung mit Industriepartnern von der Zelle bis zum Produkt betrieben“, so die Biochemikerin. Die Hochschule böte dafür mit modern ausgestatteten Laboren und einem Biosolarzentrum mit seinem innovativen Photobioreaktoren exzellente Bedingungen. „Wollen wir die entstandene Dynamik für eine größere Ausstrahlung auf die Wirtschaftsentwicklung vor Ort nutzen“, so Griehl, „braucht es jetzt vor allem eine noch stärkere Vernetzung wichtiger Akteure und größerer Investitionen in Fachpersonal.“ In Sachen Netzwerkbildung sei man in letzter Zeit gut vorangekommen, was nicht zuletzt ein Blick auf die Veranstaltungspartner zeige. Unterstützt wurde die Tagung unter anderem von der Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien e. V. (GMBU), dem Merseburger Innovations- und Technologiezentrum (mitz) sowie dem Technologiebrücke e. V.
Einen neuen Ansatz brauche man allerdings bei der Personalausstattung, denn Fachhochschulen profilieren sich wie die in Anhalt immer mehr auch über ausgewählte Forschungsthemen. „Wirtschaftspolitisch ist das gewollt und auch Bestandteil des Programms ‚Innovative Hochschule‘“, argumentiert die Professorin und ergänzt: „konsequent ist es deshalb, diesen Ansatz jetzt personell zu untersetzen.“
Investitionen in die Algenbiotechnologie, so der Tenor der Fachtagung lohnen sich auch wirtschaftlich zunehmend. Momentan werden Algenstämme zwar noch vorwiegend in Form der gesamten Biomasse als Nahrungsergänzungs- und Futtermittel vermarktet, enorme Marktchancen werden aber unter anderem den Omega-3-Fettsäuren eingeräumt, um Alternativen zu sinkenden Fischbeständen zu entwickeln.
„Knackpunkt“, so Carola Griehl, „ist in der Tat die Wirtschaftlichkeit von Lösungen. Daran arbeitet die Community mit Hochdruck.“ Für die Entwicklung in der Metropolregion hält sie die Gründung eines Algeninstituts in enger Kooperation von Hochschule und Fraunhofer-Gesellschaft für einen logischen Schritt, um die eigene Wettbewerbsposition auszubauen.
Dass Algenbiotechnologie neben Fortschritt auch Genuss verspricht, zeigt der Tagungsabschluss. Der Präsident der Hochschule Anhalt, Prof. Dr. Jörg Bagdahn lud ein zu einem blauen Algenbier, gebraut von Prof. Jean Titze in der hochschuleigenen Bierbrauerei.

Pressekontakt:
Prof. Dr. Carola Griehl
Tel.: 03496 67 2526
E-Mail: carola.griehl@hs-anhalt.de

Gründung des Innovationsbündnis Anhalt (IBA)

Gründung des Innovationsbündnis Anhalt (IBA)

Vernetzung – Kooperation – Transfer.
Unter diesem Credo wurde der Verein INNOVATIONSBÜNDNIS ANHALT auf der Versammlung am 10.12.2018 von verschiedenen Unternehmen, Verbänden, öffentlichen Einrichtungen und engagierten Privatpersonen gegründet.

Vorstand des Innovationsbündnis Anhalt (10.12.2018) (Hr. Scheffler, Hr. Hauschild, Fr. Dr. Trognitz, Hr. Richter-Listewnik, Hr. Dr. Erdle)

All diese haben sich vorgenommen die Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft durch gemeinsame vom Verein koordinierte Tätigkeiten zu vernetzen.
Den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen, so auch den Wissenschaftlern der Hochschule Anhalt, sollen Impulse als auch der Bedarf von Unternehmen vermittelt werden: Welche technologischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen bringen die schnellen Veränderungen der Märkte in den verschiedenen Branchen mit sich? Welche Branchentrends verändern die Märkte und damit die Ausrichtung der Forschung – wie können wir diese aktiv mitgestalten? Umgedreht wird der Verein ein Kanal zum Transfer von Wissen und Know-how zu den beteiligten Unternehmen sein, so können Wissenschaftler mit Keynote-Vorträgen und Fachbeiträgen das Interesse der Unternehmen und politischen Vertreter wecken. Damit soll sich eine gegenseitige Innovationsvermittlung entwickeln, die Wissenschaft und Wirtschaft zu Kooperationen führt. Doch damit nicht genug, durch aktive Vermittlung und Partnering – dem Geschäftsmodell der Zukunft – sollen angewandte Forschung und Verwertung in Unternehmen im iterativen Prozessen kontinuierlich voneinander profitieren und schneller eigene Innovationen am Markt platzieren können.

Die Aufgabe des Innovationsbündnis Anhalt wird ebenfalls die eines Informationskanals sein, Wissenschaftler der Hochschule Anhalt können die Mitglieder des Transfermanagement-Teams ansprechen und darüber Informationen an die Mitglieder des Innovationsbündnisses weiterleiten. Dies können Informationen zu Veranstaltungen, fachliche Informationen bis hin zu Kooperationsanfragen sein.

Welche Bedeutung eine regional sowie überregional vernetzte Gesellschaft hat, wird durch die Struktur der bisherigen Mitgliedschaften ersichtlich. Von regional aktivem Politiker und Wirtschaftsförderungsgesellschaft bis hin zum überregional tätigen Konzern finden sich Vertreter verschiedene Branchen. Bekannte Beispiele sind die Stadt Köthen, das IT Cluster Mitteldeutschland und die MVV Energie AG, daran anschließen werden sich die Stadt Bernburg, das Fraunhofer IFF oder das Impfstoffwerk Dessau-Tornau (IDT) sowie einige weitere Interessenten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

FORZA auf den DLG-Feldtagen

FORZA auf den DLG-Feldtagen

Vom 12 bis 14. Juni 2018 demonstriert die Hochschule Anhalt auf den DLG-Feldtagen in Bernburg wichtige Ergebnisse aus der Lehre und Forschung. Unter dem Leitthema „Pflanzenbau 2030“ geht der Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung auf verschiedene Aspekte der Biodiversität und Klimaveränderung ein. Gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) gestaltet die Hochschule die Landespräsentation Sachsen-Anhalt.

Regionalfernsehen RBW über FORZA

Regionalfernsehen RBW über FORZA

 

Die Veranstaltung und die Präsentation unserer FORZA-Ziele hat bereits jetzt eine hohe öffentliche Verbreitung gefunden. So wurden unsere geplanten Aktivitäten zur Stärkung der Vernetzung der Hochschule mit der regionalen Wirtschaft sowie der Forschungs- und Transferleistung der Hochschule über einen Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung sowie in einem Fernsehbeitrag bei rbw in die Region verbreitet. Daraus erhoffen wir uns eine weitere Unterstützung zur Umsetzung der Ziele sowie öffentlich wirksamer Aktivitäten, die sich z. B. positiv auf die Durchführung der Regionalen Innovationsforen (RIF) und das zu gründende Innovationsforum Anhalt e.V. auswirken können. Die Hochschule Anhalt veröffentlicht jetzt eine eigene Pressemitteilung und wird darüber hinaus über die Entwicklung von FORZA weiter berichten.

Link zum Sendebeitrag des rbw-Regionalfernsehens: Eröffnungsveranstaltung  FORZA: http://www.rbwonline.de/anhalt-bitterfeld.php?cmd=57295

Eröffnungsveranstaltung

Eröffnungsveranstaltung

 

Am 23. Mai hat die Hochschule Anhalt zur Eröffnung FORZA Projekts in das Schloss Köthen eingeladen.

Programm

10:00 Uhr Eintreffen der Gäste
11:00 Uhr Begrüßung durch den Präsidenten der Hochschule
Prof. Dr. Jörg Bagdahn
11:10 Uhr Grußworte
Frau Katrin Meyer – BMBF, Referat Neue Instrumente und Programme der Innovationsförderung
Prof. Dr. Armin Willingmann - Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt
11:35 Uhr Smart Services im regionalen Kontext,
Andreas Vierling – Geschäftsführer Cluster IT Mitteldeutschland e.V.
11:55 Uhr Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Landwirtschaft,
Dr. Peter Pascher – Deutscher Bauernverband e.V.
12:15 Uhr Industrie 4.0: Digitalisierung in der Ernährungsindustrie - Status Quo und Ausblick,
Dr. Klemens van Betteray - Vice President, CSB-System AG
12:35 Uhr Forschungs- und Technologietransfer für das Leben im Digitalen Zeitalter,
Jan-Henryk Richter-Listewnik – Projektleiter der Hochschule Anhalt
13:00 Uhr
Mittagsbuffet